www.lukas-neuss.de - Klinik für Neuropädiatrie - Kurzprofil
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Ausdruck vom 22.02.2012 21:37 Uhr, erstellt am Freitag, den 24. September 2010 um 09:50 Uhr, zuletzt geändert am Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 18:39 Uhr
Die unter Prof. Dr. med. Herbert Brüster aufgebaute ambulante Einrichtung besteht seit 1969 und wird seit dem 1. Januar 2007 von Frau Dr. med. Natalie Preuß, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie, geleitet. Neben der Neuropädiatrischen Sprechstunde besteht seit dem 01. Januar 2009 im Zentrum für Neuropädiatrie eine Interdisziplinäre Frühförderstelle.
In der neuropädiatrischen Sprechstunde werden Patienten vom Neugeborenenalter bis zum 18. Lebensjahr mit Entwicklungsstörungen und neurologischen Erkrankungen vorgestellt und im Verlauf betreut.
Schwerpunkte der Neuropädiatrischen Sprechstunde sind die Diagnostik von neuropädiatrischen Erkrankungen, die Betreuung und Behandlung von Frühgeborenen und Risiko-Neugeborenen, von Kindern mit Muskel- und Nervenerkrankungen, von Kindern mit isolierten und kombinierten Entwicklungsverzögerungen und –störungen.
Die Untersuchung erfolgt nach Überweisung des behandelnden Kinderarztes.
Die entwicklungsneurologische Untersuchung umfasst eine ausführliche Anamnese (Befragung), eine kinderneurologische Untersuchung und eine spielerische Überprüfung der Entwicklungsbereiche. Je nach Diagnose werden im Zentrum für Neuropädiatrie weitere Testungen durchgeführt. Abschließend wird in einem Elterngespräch eine Therapieempfehlung ausgesprochen.
Bei Verdacht auf eine übergeordnete Erkrankung, wie z.B. eine Cerebralparese (Bewegungsstörung durch frühkindliche Hirnschädigung), eine syndromale Erkrankung oder eine Stoffwechselerkrankung, erfolgt eine weitere stationäre Abklärung in der Klinik für Kinder- und Jugendliche des Lukaskrankenhauses.
In der Interdisziplinären Frühförderstelle des Zentrums für Neuropädiatrie erfolgt die Früherkennung von Entwicklungsverzögerungen und –störungen und die Frühförderung von entwicklungsverzögerten, von Behinderung bedrohten oder behinderten Kindern vom Neugeborenenalter bis zum Schuleintritt. In diesem Rahmen werden betroffene Kinder und ihre Familien ganzheitlich betreut.
Die Interdisziplinäre Frühförderung wird als Komplexleistung unter einem Dach vom interdisziplinären Team des Zentrums für Neuropädiatrie durchgeführt.
Komplexleistung bedeutet, dass ein Förderbedarf in mehreren Entwicklungsbereichen besteht und dass die Therapie je nach Förderbedarf als Kombination aus heilpädagogischer, sprachheilpädagogischer, psychomotorischer Therapie und Krankengymnastik oder Ergotherapie durchgeführt werden kann. Unterstützend erfolgt bei Bedarf eine neuropädiatrische und psychologische Begleitung.
Die Verordnung der Eingangsdiagnostik erfolgt über ein Rezept vom Kinderarzt.
Das interdisziplinäre Team der Frühförderstelle des Zentrums für Neuropädiatrie, bestehend aus einer Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie, einer Psychologin und Therapeutinnen für Heilpädagogik, Sprachheiltherapie, Motopädie, Physiotherapie und Ergotherapie, arbeitet eng zusammen.
Die Eingangsdiagnostik beinhaltet eine entwicklungsneurologische und neuropädiatrische Untersuchung durch Frau Dr. med. N. Preuß und eine Entwicklungsdiagnostik durch die Therapeutinnen des interdisziplinären Teams.
Für das Kind wird ein Förder- und Behandlungsplan erstellt, der die Ergebnisse der Diagnostik und die Therapieempfehlung enthält; dieser wird mit den Eltern besprochen.
Die Interdisziplinäre Frühförderung kann bei komplexem Förderbedarf im Zentrum für Neuropädiatrie durchgeführt werden.
Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes und hat das Ziel, die Entwicklung ganzheitlich zu fördern. Je nach Schwerpunkt der Förderung werden die Kompetenzen des Kindes im geistigen, sprachlichen, motorischen, sensorischen und sozial-emotionalen Bereich unterstützt, stabilisiert und erweitert, so dass es mit seinen Stärken und Schwächen am alltäglichen Leben mit Freude teilnehmen kann.
Durch ständigen Austausch der Therapeuten untereinander in interdisziplinären Teambesprechungen wird die Förderung individuell und flexibel an die Entwicklung des Kindes und den Therapieverlauf angepasst.
Eine entwicklungsspezifische Beratung, Anleitung und Begleitung der Eltern ist während des gesamten Förderprozesses in die Therapie integriert, um die familiären Kompetenzen zu stärken und die Förderinhalte über die Therapiestunde hinaus in den Alltag überzuleiten.
Dem Interdisziplinären Team ist darüber hinaus die intensive Kooperation mit dem behandelnden Kinderarzt, dem Kindergarten und anderen beteiligten Einrichtungen zur optimalen Nutzung der externen Ressourcen besonders wichtig.
Kostenträger sind das Sozialamt der Stadt bzw. des Kreises Neuss und die Krankenkassen.

Dr. med. Natalie Preuß
Leitende Ärztin des Zentrums für Neuropädiatrie
Sekretariat:
Telefon: 02131 / 888 - 37 01
Telefax: 02131 / 888 - 37 99
zfn@lukasneuss.de
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