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Ausdruck vom 21.05.2012 12:04 Uhr, erstellt am Mittwoch, den 29. September 2010 um 13:51 Uhr, zuletzt geändert am Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Januar 2011 um 09:55 Uhr


Einrichtungen intern

Zentrale Apotheke

Ulrich Quack
leitender Apotheker
seit 1. Oktober 1998

Telefon: 02131 / 888 - 32 01
Fax: 02131 / 888 - 32 99
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Eine Krankenhausapotheke unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von einer öffentlichen Apotheke, denn sie ist in erster Linie für die Versorgung der einzelnen Stationen des Krankenhauses mit Arzneimitteln, Infusionslösungen, Sondennahrungen, Röntgenkontrastmitteln und Desinfektionsmitteln zuständig. Nach den gesetzlichen Vorschriften dürfen an ambulante Patienten nur Arzneimittel abgegeben werden, soweit sie in den Ambulanzen des Krankenhauses verabreicht werden. Rezepte von niedergelassenen Ärzten dürfen nicht eingelöst werden und es dürfen auch keine Medikamente an Privatpersonen verkauft werden.

Die neue gemeinsame Zentrale Apotheke für das Lukaskrankenhaus und die Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach befindet sich seit 1. Februar 2000 auf dem Gelände und in der Trägerschaft des Lukaskrankenhauses. Der Betrieb entstand aus den zuvor getrennten Apotheken der beiden Häuser und umfasst 14 Vollzeitstellen für Apotheken-Fachkräfte. In beiden Häusern zusammen gibt es zurzeit 1.400 Betten und es werden täglich rund 150 verschiedene medizinische Empfangsstellen versorgt. Der Umsatz beträgt im Jahr etwa 12,5 Millionen Euro.

Das Herzstück der Zentralen Apotheke ist eine computergesteuerte Arzneimittel-Kommissionieranlage. Da die Planung der Zentralen Apotheke mit weitsichtigem Blick in die Zukunft erfolgte, können künftig weitere Aufgaben oder die Versorgung anderer Krankenhäuser in der Region übernommen werden. Dies wird unter den veränderten ökonomischen Bedingungen bald eher die Regel als die Ausnahme sein, da eine solche Kooperation gut und kostengünstig zu realisieren ist.
Zu den besonderen Aufgaben der Apotheke gehört in Krankenhäusern von der Größe des ‚Lukas‘ die Zubereitung von Zytostatika. Zytostatika sind Medikamente zur Behandlung von Krebsleiden. Da sie zellwachstumshemmend wirken, erfolgt die Vorbereitung zur Anwendung aus Gründen des Personalschutzes in einer besonderen Werkbank mit Luftfiltern (Laminar-Flow-Bank). Zum Schutz der Patienten steht diese in einem Raum, der so steril wie ein OP ist. Dort werden Mischungen angefertigt, die nach Angaben der Ärzte genau auf den einzelnen Patienten abgestimmt sind. Mehrfache Kontrollen schließen Irrtümer aus. Optimale Sicherheit für das Personal und Therapiesicherheit für den Patienten wird dadurch erreicht, dass die erforderlichen technischen Einrichtungen an einer zentralen Stelle des Krankenhauses installiert sind und spezialisierte Apothekenmitarbeiter die Zytostatika zur Anwendung herrichten. Außerdem werden in der Apotheke Infusionslösungen zur parenteralen Ernährung von Frühgeborenen produziert, da es diese Produkte nicht in geeigneter Form aus industrieller Produktion gibt.

Eine besondere Anerkennung erfuhren die Mitarbeiter der Zentralen Apotheke von der Apothekerkammer: Diese beauftragte sie mit der Funktion einer Regionalen Arzneimittelinformationsstelle (AIS) für pharmakologisch-wissenschaftliche Fragen. An die AIS können sich andere Apotheken, aber auch Behörden, Selbsthilfegruppen oder Medienvertreter im Raum Düsseldorf – Mönchengladbach – Neuss wenden. Dieser Auftrag der Apothekerkammer ist nicht nur eine Bestätigung der fachlichen Qualifikation, sondern trägt auch zum guten Image der Apotheke des Lukaskrankenhauses bei.

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